Wann bei einer Frau die Wechseljahre einsetzen ist sehr unterschiedlich. Während manche Frauen bereits mit Mitte 40 die ersten Veränderungen spüren, ist es bei anderen erst mit Mitte 50 so weit.

Bemerkbar macht sich der Beginn häufig durch Veränderungen des Monatszyklus. Traten die Blutungen bisher ganz regelmäßig auf, verkürzt sich nun die Dauer zwischen den Tagen oder sie verlängert sich. Die Blutungen selbst sind auf einmal nur noch sehr leicht oder ganz im Gegenteil sehr stark. Manchmal dauern sie nur ein paar Tage und dann wieder mehrere Wochen.

Verkürzung der Zyklen (Polymenorrhoe)

Gerade zu Beginn der Wechseljahre verkürzen sich die Abstände zwischen den Blutungen. In dieser Zeit wird im Körper nur wenig Östrogen gebildet, weil keines der Eibläschen, der sogenannten Follikel, zu einem befruchtungsfähigen Ei heranreift. Ein Eisprung findet nicht statt, sondern es kommt stattdessen zu einer verfrühten Menstruationsblutung.

Verlängerung der Zyklen (Oligomenorrhoe)

Dieser Veränderung kann ausgesprochen unangenehm sein. Die Frau leidet oftmals über viele Tage unter dem sogenannten PMS, dem Prämenstruellen Syndrom. Sie fühlt sich müde und gereizt. Das Spannungsgefühl in den Brüsten ist über die ganze Zeit vorhanden und sie leidet unter Kopf- und Rückenschmerzen. Dieser Zustand rührt daher, dass ein Follikel zwar zu einem Ei heranreift, aber nicht wie üblich nach ca. zwei Wochen die Produktion des Hormons Progesteron einstellt. Die Blutungen bleiben dadurch aus. Erst wenn der Follikel irgendwann abstirbt, setzen sie wieder ein und die PMS-Beschwerden verschwinden.

Starke Menstruationsblutungen (Menorrhagie und Metrorrhagie)

Fällt der Eisprung aus, produziert der Körper kein Progesteron aber dafür zu viel Östrogen. Die Gebärmutter baut die Schleimhaut auf und sammelt sehr viel Blut an. Kommt es dann nach längerer Zeit wieder zu einer Menstruation, sind die Blutungen sehr stark. Sie können schwallartig auftreten und sehr lange andauern, manchmal bis zu mehreren Wochen.

Erst wenn die Blutungen über ein Jahr ausgesetzt haben, sind die Wechseljahre zu Ende. So wie bei jeder Frau der Beginn unterschiedlich ist, so sind auch die Zyklusveränderungen bei jeder Frau anders. Bei einigen treten sie sogar fast gar nicht auf.

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