So wie einst jedes Mädchen in der Pubertät zur Frau wurde, so beginnt unwiderruflich in der Lebensmitte eine neue Umstellung des Körpers. Die Frau kommt in die Wechseljahre.
Mit ca. 45 Jahren verändert sich der Zyklus. Einige haben jetzt schon ihre letzte Periode (Menopause), andere Frauen erst mit 55 oder noch später. Unregelmäßige Blutungen sind meist die ersten Anzeichen.
Dann werden die Blutungen weniger und können sogar monatelang ausbleiben. Damit ist die Chance schwanger zu werden geringer - doch unwahrscheinlich ist sie nicht! Die letzte Blutung tritt meist zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr auf. Doch solange eine Frau noch blutet - wenn auch nur gelegentlich - bedeutet das, dass Eizellen im Eierstock heran reifen können. Hat die Frau genau in dieser Zeit Sex, kann sie schwanger werden, auch wenn sie die 50 schon überschritten hat.

Als Faustregel kann man sich merken:
Verhütet werden braucht nicht mehr, wenn unter 50-jährige zwei Jahre lang keine Blutungen mehr hatten und wenn über 50-jährige ein Jahr blutungsfrei sind.


Zuverlässige Verhütung in den Wechseljahren ist deshalb weiterhin wichtig, bis eindeutig feststeht, dass kein Eisprung mehr stattfindet.
Kondome sind eigentlich das beste Verhütungsmittel, da sie keinerlei Nebenwirkungen haben.
Außerdem schützen sie nicht nur vor Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Diaphragma als Barrieremethode eignet sich für Frauen, wenn sie mit der Handhabung gut klar kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einsetzen der Spirale. Die Kupferspirale greift nicht in den Zyklus ein. Deshalb bemerkt die Frau Veränderungen, also auch das Ende der Periode. Bei sehr starken Blutungen kann der Gynäkologe die Hormonspirale einsetzen. Sie dient dann gleichzeitig als sicheres Verhütungsmittel und zur Behandlung. Durch die Hormone baut sich die Gebärmutterschleimhaut nicht so stark auf und es kommt zu weniger starken Blutungen.
Von der Einnahme der Pille wird ärztlicherseits meist abgeraten. Denn sie erhöht die Thrombosegefahr und kann bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstärkt werden. Die Minipille und das Gestagenimplantat sind eher geeignet, weil sie die Risiken weniger stark erhöhen. Allerdings muss die Minipille immer zu festen Uhrzeiten eingenommen werden. Leider treten bei Frauen, die reine Gestagenpräparate anwenden, oftmals unregelmäßige Blutungen auf.

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