Leidet eine Frau über 50 unter Beschwerden wie zum Beispiel Stimmungsschwankungen, leichter Reizbarkeit, geringer Belastbarkeit und Müdigkeit oder auch ungewöhnlichem Appetit, so werden diese Beschwerden meist den Wechseljahren zugeschrieben.
Diese treten in der Regel zwischen dem 45 und 55ten Lebensjahr auf und bringen den Hormonspiegel ordentlich durcheinander.

Allerdings könnten diese und ähnliche Symptome genauso gut das Zeichen einer sehr späten Schwangerschaft sein. Tatsächlich raten Ärzte auch nach dem Ausbleiben der Regelblutung noch mindestens ein Jahr zu verhüten, um eine späte Schwangerschaft zu vermeiden. Noch größere Sicherheit bietet eine Blutuntersuchung. Hierbei wird mehrmals eine kleine Menge Blut entnommen und auf die Hormone im Blut hin untersucht. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Frau nicht mehr schwanger werden kann. Auf diese Art und Weise kann eine späte Risikoschwangerschaft verhindert werden.

Vor dem tatsächlichen Eintreffen der Menopause, also der letzten Monatsblutung, kann eine Schwangerschaft in den Wechseljahren nicht ausgeschlossen werden, denn es werden immer noch, wenn auch seltener, Eizellen produziert. Statisken besagen, dass tatsächlich einige der Frauen über 40 noch einmal ungewollt schwanger werden.

Schwanger in den Wechseljahren, für viele Frauen ein Albtraum, denn die späte Schwangerschaft ist sowohl für die Mutter, als auch für das Kind gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten oder Fehlbildungen beim Kind ist groß. Auch für die Mutter ist eine Schwangerschaft in den Wechseljahren risikoreich, denn sie birgt Gefahren, wie zum Beispiel Schwangerschaftsdiabetes oder verschiedene Erkrankungen der Schilddrüse. Werden Frauen in den Wechseljahren schwanger brechen viele aus Angst vor Risiken und Komplikationen sowie Sorgen vor einer Umstellung der bisherigen Lebensverhältnisse die Schwangerschaft ab. Auch die Angst vor den negativen Reaktionen in der Gesellschaft ist groß. Viele fragen sich, wie wohl Freunde oder Bekannte auf eine so späte Schwangerschaft reagieren würden.

Dennoch kann eine Frau auch in späten Jahren noch ein gesundes Kind zur Welt bringen und spätes Mutterglück erleben. Natürlich gehört auch viel Mut dazu diesen Schritt zu wagen, nicht nur wegen der Risiken während der Schwangerschaft, sondern auch wegen der zusätzlichen Belastung ein Kind groß zu ziehen. Auch müssen sich ältere Mütter regelmäßig mit negativen Reaktionen von außen auseinandersetzen und für sich und das Kind selbstbewusst auftreten.
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