Wann ist eine Hormonersatztherapie nötig? Eine Hormonersatztherapie (HET) ist erst dann sinnvoll, wenn man starke Wechseljahrsbeschwerden mit natürlichen Mitteln nicht in den Griff bekommen hat.
Beispiele hierfür wären starke Hitzewallung mit starkem Schwitzen, Schlafstörungen und bei dünner werdenden Schleimhäuten die Trockenheit im Scheidenbereich (dadurch Juckreiz usw.). Eine Hormontherapie sollte nicht länger als 10 Jahre angewendet werden. Ein Drittel aller Frauen setzen die HET nach ca. 2-3 Jahren ab, weil dann die meisten Beschwerden vorbei sind. Die Hormonersatztherapie ist eine sehr umstrittene Therapie, da die Frage, ob die Hormone mehr helfen oder mehr Schaden anrichten, noch nicht wirklich geklärt ist. Nur bei dem Thema Osteoporose ist die Wirksamkeit dieser Therapie nicht umstritten, weil die Östrogene den Schwund der Knochen verlangsamen.

Wer sich aber vor Osteoporose schützen will, muss ein Leben lang Hormone einnehmen. Setzt man die Hormone ab, lässt die Wirkung entsprechend nach. Man sollte aber abwägen, ob dieses Ergebnis nicht auch mit einer gesunden Ernährung und vielen sportlichen Aktivitäten erreicht werden kann.
Nach der Menopause kann bei Einnahme von Östrogenen die Regelblutung wieder auftreten, was für manche Frauen lästig sein kann. Östrogene können auch Nebenwirkung haben, wie z.B. Spannungsgefühle in der Brust, Wassereinlagerungen und Magenbeschwerden. Die längere Einnahme von Östrogenen birgt aber auch ein Krebsrisiko. So fördern sie das Gewebewachstum in der Brust, an den Eierstöcken und an der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch wird das Gewebe dichter und Knoten in der Brust sind z.B. bei einer Mammographie nicht mehr so leicht erkennbar. Die Hormontherapie ist sehr umstritten, weil die Risiken an anderen Krankheiten zu erkranken nicht unbedenklich sind.

Wer sich aber für diese Therapie entscheidet, sollte regelmäßig, dass heißt alle 6-12 Monate,
zum Frauenarzt gehen und eine ausführliche Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs und Bluthochdruck machen lassen. Aus medizinischer Sicht sollte die HET nicht zum Jungbleiben oder zur Behandlung von Stimmungsschwankungen genutzt werden. Generell sollte man sich bei geringeren Wechseljahresbeschwerden nicht für diese Form der Therapie entscheiden.

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